Fünf Wochen im Ballon (französisch: Cinq semaines en ballon) ist ein Abenteuerroman von Jules Verne, der 1863 veröffentlicht wurde. Es ist der erste Roman, in dem er die „Zutaten“ seines späteren Werkes perfektionierte, indem er geschickt eine Handlung voller Abenteuer und Wendungen mit Passagen technischer, geografischer und historischer Beschreibungen mischte, um das Interesse des Lesers wachzuhalten. Das Buch gibt den Lesern einen Einblick in die Erforschung Afrikas, das den Europäern jener Zeit noch nicht vollständig bekannt war, während Entdecker den Kontinent auf der Suche nach seinen Geheimnissen bereisten. Das öffentliche Interesse an phantastischen Berichten über die Erforschung Afrikas war auf seinem Höhepunkt, und der Roman wurde ein sofortiger Erfolg; er machte Verne finanziell unabhängig und führte zu langfristigen Verträgen mit dem Verlagshaus von Pierre-Jules Hetzel, das in den folgenden vier Jahrzehnten etwa sechzig weitere Bücher von ihm veröffentlichte.
Der Gelehrte und Entdecker Dr. Samuel Fergusson macht sich in Begleitung seines Dieners Joe und seines Freundes, dem Profijäger Richard „Dick“ Kennedy, auf den Weg, den noch nicht vollständig erforschten afrikanischen Kontinent mit Hilfe eines wasserstoffgefüllten Ballons zu überqueren. Er hat einen Mechanismus erfunden, der sehr lange Reisen ermöglicht, da kein Gas abgelassen oder Ballast abgeworfen werden muss, um die Flughöhe zu kontrollieren. Diese Reise soll die Expeditionen von Sir Richard Burton und John Hanning Speke in Ostafrika mit denen von Heinrich Barth in den Regionen der Sahara und des Tschad verbinden. Die Reise beginnt in Sansibar an der Ostküste und führt über den Viktoriasee, den Tschadsee, Agadez, Timbuktu, Djenné und Ségou nach St. Louis im heutigen Senegal an der Westküste. Das Buch beschreibt das unbekannte Innere Afrikas nahe der heutigen Zentralafrikanischen Republik als Wüste, obwohl es sich tatsächlich um Savanne handelt. Karte der im Buch beschriebenen Reise von der Ost- zur Westküste Afrikas.
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