Der weiße Pfau

Der weiße Pfau

von David Herbert Lawrence

„Der weiße Pfau“ ist der erste Roman von D. H. Lawrence, der 1911 veröffentlicht wurde. Lawrence begann den Roman im Jahr 1906 und schrieb ihn anschließend dreimal um. Die frühen Fassungen trugen den Arbeitstitel „Laetitia“. Maurice Greiffenhagens Gemälde „An Idyll“ aus dem Jahr 1891 inspirierte den Roman. Das Gemälde hatte eine „tiefgreifende Wirkung“ auf Lawrence, der schrieb: „Was Greiffenhagens ‚Idyll‘ betrifft, so bewegt es mich fast so, als wäre ich selbst verliebt. Unter seinem Rausch habe ich dieses Weihnachten wahnsinnig geflirtet.“

Der Roman spielt in Nethermere (ein fiktiver Name für das reale Eastwood) und wird von Cyril Beardsall erzählt, dessen Schwester Laetitia (Lettie) in eine Dreiecksbeziehung mit zwei jungen Männern, George Saxton und Leslie Tempest, verwickelt ist. Schließlich heiratet sie Leslie, obwohl sie sich sexuell zu George hingezogen fühlt. Von Lettie zurückgewiesen, heiratet George die konventionelle Meg. Sowohl seine als auch Letties Ehen enden im Unglück, während George am Ende des Romans in den Alkoholismus abrutscht.

„Der weiße Pfau“ wurde am 19. Januar 1911 bei Duffield & Co. in den Vereinigten Staaten und einen Tag später bei Heinemann im Vereinigten Königreich veröffentlicht.

Laut der Biografin Brenda Maddox erhielt „Der weiße Pfau“ allgemein positive Kritiken in „The Observer“, „The Morning Post“ und „The Daily News“. Maddox schreibt, dass der Roman den Einfluss der deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche widerspiegelt und dass sein Thema darin besteht, „dass das Christentum die Menschheit von der Natur entfremdet und die heidnische Weisheit zerstört hat“. Maddox beschreibt es als ein „unbeständiges Frühwerk, das von Lawrences späteren Büchern in den Schatten gestellt wurde“, lobt es jedoch für seine „Schönheit und Kraft“ und dafür, dass es „reich an Bildern einer Natur ist, die an Zähnen und Klauen blutig ist“. Sie argumentiert, dass Lawrences Werke zwar oft freudianisch gesehen werden, die „primitive Wut gegen Mütter“ in „Der weiße Pfau“ jedoch besser zu den Ideen der Psychoanalytikerin Melanie Klein passt. Sie vertritt die Auffassung, dass der Roman homoerotische Elemente aufweist, die in der Beziehung zwischen George und Cyril deutlich werden, und stellt fest, dass der Schriftsteller E. M. Forster darin sexuelle Implikationen sah, die Lawrence selbst nicht bewusst waren. Die Biografin Frances Wilson schreibt: „Seine Romane vor Frieda, ‚Der weiße Pfau‘ und ‚Der Grenzgänger‘, sind wie Hühner-Ragout im Blätterteig: konventionell in der Form, lyrisch im Stil, Hardyesque in der Handlung.

Verlag
BookAI
Veröffentlicht
2026-07-14

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