Hintergrund des Werks:
Die gängige Fassung dieses Sutras ist in dreizehn Kapitel unterteilt und wird traditionell Shikshananda aus der Tang-Dynastie zugeschrieben. Im Zentrum stehen die Gelübde des Bodhisattva Kṣitigarbha, das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma), die Errettung der Verstorbenen sowie Erzählungen über kindliche Pietät. Die moderne Forschung diskutiert die Entstehungsgeschichte des Textes differenziert; daher sollten die traditionelle Zuschreibung und wissenschaftliche Erkenntnisse nebeneinander betrachtet werden.
Zusammenfassung:
Die Versammlung beginnt im Trayastrimsha-Himmel. Durch Dialoge zwischen Buddha, Kṣitigarbha sowie verschiedenen Gottheiten und Geisterkönigen werden Themen wie die Gelübde Kṣitigarbhas in früheren Leben, die Vergeltung in den Höllen, die Verehrung durch Namensnennung sowie der Nutzen für Lebende und Verstorbene behandelt. Das Werk endet mit der Anvertrauung des Schutzes der Wesen an Kṣitigarbha.
Literarische Merkmale:
Das lange Werk ist durch Kapitel, Frage-Antwort-Strukturen, Kausalgeschichten und wiederholte Mahnungen gegliedert, was es ideal für die Rezitation macht. Erläuterungen in moderner Sprache sollten zwischen Sutra-Erzählung, religiöser Praxis und späterem Volksglauben unterscheiden und Begriffe, Namen, das Weltbild sowie die Übergänge zwischen den Kapiteln erklären.
Derzeit sind keine Adaptionen bekannt.
Hauptversion:
Diese Version verwendet den Standardtitel „Kṣitigarbha-Bodhisattva-Gelübde-Sutra“. Autor oder Übersetzer werden traditionell als „übersetzt von Shikshananda“ angegeben. Der Text umfasst die Kapitel eins (Wundersame Kräfte im Trayastrimsha-Himmel) bis dreizehn (Anvertrauung an Menschen und Götter). Gängige Suchbegriffe sind: Dizang-Sutra; Kṣitigarbha-Sutra; Kṣitigarbha Bodhisattva Pūrvapraṇidhāna Sūtra.
Leseempfehlung:
Der Schwerpunkt der Einführung liegt auf der Verfügbarkeit des vollständigen Textes und Erläuterungen in moderner Sprache. Beim Studium dieses buddhistischen Klassikers sollte zwischen dem Originaltext, späteren Kommentaren, modernen Übersetzungen und Auszügen unterschieden werden. Zitate sollten stets anhand des vollständigen Textes verifiziert werden.
In Ostasien verbreitete Ausgaben enthalten oft Gliederungen, Kommentare oder Ritualanweisungen. Leser sollten zwischen dem Kerntext des Sutras und späteren Ergänzungen unterscheiden.
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