„Die Kameliendame“ wird in dieser Sammlung als Klassiker über Begehren, Status und gesellschaftliche Inszenierung präsentiert. Inmitten von Salons, provinziellen Ambitionen, Privatzimmern und dem glanzvollen Stadtleben stellt das Buch die Frage, wie Romantik zur Strategie wird und wie Raffinesse Grausamkeit verbergen kann.
Die Kameliendame (französisch: La Dame aux Camélias) ist ein Roman von Alexandre Dumas fils. Erstmals 1848 veröffentlicht und anschließend von Dumas für die Bühne adaptiert, feierte das Stück am 2. Februar 1852 im Théâtre du Vaudeville in Paris Premiere. Es war ein sofortiger Erfolg. Kurz darauf vertonte der italienische Komponist Giuseppe Verdi die Geschichte in der Oper „La traviata“ von 1853, wobei die Protagonistin Marguerite Gautier in Violetta Valéry umbenannt wurde.
In Teilen der englischsprachigen Welt wurde „Die Kameliendame“ als „Camille“ bekannt, und allein an Broadway-Theatern wurden sechzehn Versionen aufgeführt. Die Titelfigur ist Marguerite Gautier, die auf Marie Duplessis basiert, der realen Geliebten des Autors.
Geschrieben von Alexandre Dumas fils (1824–1895) im Alter von 23 Jahren und erstmals 1848 veröffentlicht, ist „Die Kameliendame“ ein halbautobiografischer Roman, der auf der kurzen Liebesaffäre des Autors mit der Kurtisane Marie Duplessis basiert. Der im Frankreich der Mitte des 19. Jahrhunderts spielende Roman erzählt die tragische Liebesgeschichte zwischen den fiktiven Charakteren Marguerite Gautier, einer an Schwindsucht leidenden Demimondaine oder Kurtisane, und Armand Duval, einem jungen Bourgeois. Marguerite erhält den Spitznamen „die Kameliendame“, weil sie eine rote Kamelie trägt, wenn sie menstruiert und für Sex nicht verfügbar ist, und eine weiße Kamelie, wenn sie für ihre Liebhaber erreichbar ist.
Armand verliebt sich in Marguerite und wird schließlich ihr Geliebter. Er überzeugt sie, ihr Leben als Kurtisane aufzugeben und mit ihm auf dem Land zu leben. Dieses idyllische Dasein wird von Armands Vater unterbrochen, der besorgt über den durch die unstatthafte Beziehung verursachten Skandal ist. Aus Angst, dass dies die Heiratsmancen von Armands Schwester zerstören könnte, überredet er Marguerite, Armand zu verlassen. Bis Marguerite auf dem Sterbebett liegt, glaubt Armand, sie habe ihn für einen anderen Mann, den Grafen de Giray, verlassen. Er eilt an ihre Seite, während sie im Kreise ihrer Freunde stirbt, und gelobt, sie über den Tod hinaus zu lieben.
Im Kontext des Themas der dekadenten Stadt, der Salons und der gefährlichen Liebe zeigt „Die Kameliendame“ die Freuden und Gefahren einer Welt, in der Geschmack, Geld, Ruf und Sehnsucht ständig die Masken tauschen.
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