Johann Wolfgang von Goethes bahnbrechender Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“, erstmals 1774 veröffentlicht, erzählt die tragische Geschichte eines sensiblen jungen Künstlers namens Werther. In einer Reihe leidenschaftlicher Briefe an seinen Freund Wilhelm beschreibt Werther lebhaft sein idyllisches Leben in einem charmanten Dorf, seine tiefe Wertschätzung für die Natur und seine tiefe Entzückung über Lotte, eine schöne und gütige Frau, die bereits mit dem standhaften und vernünftigen Albert verlobt ist. Obwohl er von ihrer Verlobung weiß, intensiviert sich Werthers Liebe zu Lotte und verzehrt all seine Gedanken und Gefühle. Während seine unerwiderte Leidenschaft wächst, gepaart mit seiner Unfähigkeit, seine intensive Gefühlswelt mit den Zwängen der Gesellschaft in Einklang zu bringen, versinkt Werther in unerträglicher Qual und Verzweiflung, was schließlich zu einer tragischen Entscheidung führt. Der Roman ist ein Eckpfeiler der Sturm-und-Drang-Bewegung und ein Schlüsselwerk der Frühromantik; er erkundet Themen wie intensive Emotionen, Individualismus, den Konflikt zwischen Leidenschaft und Vernunft sowie die zerstörerische Kraft unerfüllten Begehrens. Seine Veröffentlichung löste in ganz Europa eine Sensation aus, beeinflusste Mode sowie Literatur und entfachte aufgrund der kontroversen Darstellung von Suizid sogar moralische Debatten.
Lesbarkeitsindex: 77,4 (7. Klasse). Ziemlich leicht zu lesen.
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