Der Judenstaat

Der Judenstaat

von Theodor Herzl

Der Judenstaat ist eine politische Schrift von Theodor Herzl, die 1896 in Leipzig und Wien veröffentlicht wurde. Der vollständige Titel lautet:

Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage

Das Werk gilt als eines der wichtigsten Grundlagenwerke des modernen politischen Zionismus. Herzl argumentiert darin, dass der Antisemitismus in Europa nicht durch Assimilation überwunden werden könne. Selbst vollständig integrierte Juden würden weiterhin als Fremde betrachtet und diskriminiert werden. Deshalb müsse die jüdische Bevölkerung einen eigenen souveränen Staat gründen.

Herzl beschreibt die „Judenfrage“ nicht als religiöses, sondern als nationales und politisches Problem. Nur ein eigener Staat könne den Juden Sicherheit, Freiheit und nationale Selbstbestimmung garantieren. Als mögliche Orte nennt er sowohl Palästina als auch Argentinien, konzentriert sich jedoch zunehmend auf Palästina als historisches Heimatland des jüdischen Volkes.

Besonders bekannt wurde Herzls Gedanke:

„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.“

Dieser Satz entwickelte sich später zu einem zentralen Motto der zionistischen Bewegung.

Das Buch hatte großen Einfluss auf die jüdische Nationalbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und bereitete ideologisch den Weg für die spätere Gründung des Staates Israel im Jahr 1948.

Verlag
BookAI
Veröffentlicht
2026-05-22

Miva, die nächste Art zu lesen nach dem Hörbuch

Hör zu wie bei einem Hörbuch und frag jederzeit alles, was dich interessiert.

Mivas Erzählung starten

Miva liest nicht nur vor. Miva erklärt weiter, je nachdem was du fragst.