Aufzeichnungen aus dem Abgrund

Aufzeichnungen aus dem Abgrund

von Fjodor Dostojewski

„Aufzeichnungen aus dem Abgrund“ von Fjodor Dostojewski ist eine wegweisende Novelle, die 1864 veröffentlicht wurde. Diese tiefgründige Erzählung im Bekenntnisstil taucht ein in die Psyche eines verbitterten, isolierten und namenlosen ehemaligen Beamten, der in St. Petersburg lebt und nur als der „Kellerloch-Mensch“ bekannt ist. Durch eine Reihe intensiver philosophischer Monologe und fragmentierter persönlicher Anekdoten übt der Protagonist eine beißende Kritik am Determinismus, am rationalen Egoismus und an den in der russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts vorherrschenden utopischen Idealen. Er argumentiert provokativ, dass Menschen von Natur aus nach Leiden und Irrationalität dürsten, da diese wesentliche Bestandteile für den Erhalt ihrer Freiheit und Individualität seien. Die Erzählung erkundet sein obsessives Grübeln über vergangene Demütigungen, seine belasteten sozialen Begegnungen und sein paradoxes Bekenntnis zu Bosheit und Untätigkeit, während er gleichzeitig genau das rationale Eigeninteresse verachtet, von dem er glaubt, dass es zu seinem tiefen Unglück und seiner Entfremdung geführt hat.

Lesbarkeit: 78,9 (leicht verständlich).

Verlag
BookAI
Veröffentlicht
2026-02-03

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