Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (À la recherche du temps perdu) ist ein monumentales Werk der französischen Literatur, geschrieben von Marcel Proust. Erschienen zwischen 1913 und 1927, besteht es aus sieben Bänden: In Swanns Welt, Im Schatten junger Mädchenblüte, Die Welt der Guermantes, Sodom und Gomorrha, Die Gefangene, Die Entflohene und Die wiedergefundene Zeit.
Der Roman erzählt die Erinnerungen des Erzählers, der oft als das Alter Ego von Proust selbst angesehen wird. Durch das unfreiwillige Gedächtnis — insbesondere die berühmte Szene mit der Madeleine — erforscht der Autor das Vergehen der Zeit, menschliche Emotionen, Liebe, Eifersucht, Kunst sowie die aristokratische und bürgerliche Gesellschaft seiner Epoche.
Das Werk ist bekannt für seinen hochraffinierten Stil und seine langen, musikalischen Sätze. Proust versucht zu zeigen, wie Erinnerungen und Empfindungen es ermöglichen, die Vergangenheit wiederzufinden und die wahre Bedeutung des Lebens zu verstehen. Mehr als nur ein einfacher Roman ist Auf der Suche nach der verlorenen Zeit eine tiefgründige Reflexion über das Gedächtnis und die condition humaine.
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