„Kunde von Nirgendwo; oder, Ein Zeitalter der Ruhe“ ist ein utopischer Roman von William Morris, der erstmals 1890 veröffentlicht wurde. Die Geschichte folgt dem Erzähler William Guest, der nach dem Besuch einer Versammlung der Sozialistischen Liga einschläft und in einem radikal verwandelten England der Zukunft erwacht. Diese zukünftige Gesellschaft hat Privateigentum, Geld, Regierung und Klassenunterschiede abgeschafft und präsentiert die Vision einer pastoralen, dezentralisierten und egalitären Gemeinschaft. Morris schildert eine Welt, in der Arbeit keine Last mehr ist, sondern eine Quelle der Freude und des kreativen Ausdrucks, die nahtlos mit Kunst und dem täglichen Leben verbunden ist. Konzipiert als libertär-sozialistischer Gegenentwurf zu Edward Bellamys eher industrialisierter und zentralisierter Utopie in „Ein Rückblick aus dem Jahre 2000“, untersucht Morris' Roman die praktischen Aspekte und philosophischen Grundlagen einer Gesellschaft, die auf Gemeineigentum, demokratischer Kontrolle der Produktion und einer tiefen Verbindung zu Natur und Handwerk basiert. Er dient sowohl als Kritik am viktorianischen Industrialismus als auch als hoffnungsvoller Entwurf für eine anarchistisch-kommunistische Zukunft.
Lesbarkeitsindex: 66,8 (8. und 9. Klasse). Weder einfach noch schwierig zu lesen.
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